Aktueller Wirtschaftsüberblick:
- Die jährliche Inflation in den USA stieg leicht auf 2,4 %
- Die britische Wirtschaft schrumpfte um 0,3 %
- Die US-Erzeugerpreise stiegen leicht um 0,1 %
Bleiben Sie mit diesen wichtigen Entwicklungen auf dem Laufenden!
Marktüberblick:
US-Verbraucherpreisindex (VPI) Jahr/Jahr:
Im Mai 2025 stieg die jährliche Inflation in den USA leicht auf 2,4 %, verglichen mit 2,3 % im April, blieb jedoch unter den erwarteten 2,5 %. Die Preissteigerungen betrafen hauptsächlich Lebensmittel, Transportdienstleistungen und Fahrzeuge, während die Mietkosten zurückgingen und die Energiepreise weiter sanken. Das monatliche Preiswachstum lag bei moderaten 0,1 %, ebenfalls unter den Prognosen. Die Kerninflation blieb stabil bei 2,8 %, unterhalb der erwarteten Steigerung.
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Großbritannien Monat/Monat:
Im April 2025 schrumpfte die britische Wirtschaft um 0,3 % im Monatsvergleich – der erste Rückgang seit sechs Monaten und der stärkste seit Oktober 2023 – obwohl nur ein Rückgang von 0,1 % erwartet wurde. Der Rückgang wurde durch höhere Energiekosten, gestiegene Sozialabgaben (National Insurance), eine erhöhte Grunderwerbsteuer (Stamp Duty) und neue Zölle von Präsident Trump verursacht. Der Dienstleistungssektor ging um 0,4 % zurück, mit starken Rückgängen in den Bereichen Recht, Werbung und Großhandel. Die Industrieproduktion fiel um 0,6 %, angeführt von Rückgängen im verarbeitenden Gewerbe und im Versorgungssektor, während der Bausektor um 0,9 % wuchs. Trotz des Rückgangs im April wuchs das britische BIP in den letzten drei Monaten um 0,7 %.
US-Erzeugerpreisindex (PPI) Monat/Monat:
Im Mai 2025 stiegen die US-Erzeugerpreise um 0,1 % gegenüber dem Vormonat, unterhalb der Prognose von 0,2 %, nach einer revidierten Abnahme von 0,2 % im April. Die Warenpreise stiegen um 0,2 %, angeführt von Tabak, Benzin und Kaffee, während Flugbenzin um 8,2 % fiel. Die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich um 0,1 %, mit nennenswerten Anstiegen im Großhandel mit Maschinen und Fahrzeugen, in der Reisebranche und im Einzelhandel. Flugtickets für Passagiere wurden um 1,1 % günstiger. Auch die Kern-Erzeugerpreise stiegen um 0,1 %, unterhalb der erwarteten 0,3 %. Im Jahresvergleich stiegen die Erzeugerpreise um 2,6 %, wie erwartet, während die Kerninflation von 3,2 % auf 3,0 % zurückging.
Rohstoffe und Energie:
- Brent-Rohöl: Der Ölpreis stieg um über 8 % auf 73,76 USD pro Barrel und erreichte ein Mehrmonatshoch angesichts des Konflikts zwischen Israel und Iran.
- Gold: Der Goldpreis sprang auf 3.437,21 USD je Unze aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen.
Devisenbeobachtung:
- EUR/USD: Der Euro stieg auf 1,15548 und verzeichnete damit den vierten Handelstag in Folge mit Gewinnen.
- GBP/USD: Das Pfund geriet letzte Woche unter Druck, nachdem schwache britische Daten zu Industrieproduktion, Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum veröffentlicht wurden. Am Freitag fiel das Pfund um fast 0,7 % auf 1,35225, da Israels Angriffe auf Iran die Anleger in sichere Häfen wie den US-Dollar trieben – dies belastete risikosensitive Währungen wie den australischen Dollar.
- USD/JPY: Der Dollar legte um 0,3 % auf 143,88 gegenüber dem Yen zu, als Reaktion auf geopolitische Spannungen – historisch gesehen neigen solche Bewegungen jedoch dazu, sich schnell wieder auszugleichen.
- Bitcoin: stabil bei 105.720 USD
- Ethereum: gestiegen auf 2.733 USD
Vorschau auf die kommende Woche:
- Juni 2025
Zinsentscheidung in Japan:
Der Leitzins in Japan bleibt bei 0,50 %, es werden in diesem Quartal keine Änderungen erwartet. Es wird jedoch ein allmählicher Anstieg auf 1,00 % bis 2026 prognostiziert, was auf ein mögliches Ende der extrem lockeren Geldpolitik hindeutet. Dies könnte den Yen stärken und Auswirkungen auf wichtige Währungspaare wie USD/JPY, EUR/JPY und GBP/JPY haben. Risikosensitive Paare wie AUD/JPY und NZD/JPY könnten stärkeren Schwankungen ausgesetzt sein. Auf dem Aktienmarkt könnte eine restriktivere Politik den Nikkei 225 und den TOPIX belasten, während steigende Anleiherenditen Druck auf japanische Staatsanleihen ausüben könnten.
- Juni 2025
Verbraucherpreisindex (CPI) Eurozone Jahr/Jahr:
Im Mai 2025 sank die Inflation in der Eurozone auf 1,9 % gegenüber 2,2 % im April. Laut Analystenprognosen soll sie bis zum Ende dieses Quartals rund 2,0 % erreichen. Für 2026 wird ein Wert um 1,8 % erwartet, bevor sie bis 2027 auf etwa 2,1 % steigen soll. Händler sollten den Euro (EUR) auf mögliche Volatilität beobachten, ebenso wie europäische Staatsanleihen, die von geringerer Inflation profitieren könnten, sowie europäische Aktien – insbesondere in den verbraucher- und industrienahen Sektoren. Auch Rohstoffe, insbesondere Energie, könnten durch diese Inflationsentwicklung beeinflusst werden.
Verbraucherpreisindex (CPI) Vereinigtes Königreich Jahr/Jahr:
Im April 2025 stieg die Inflation im Vereinigten Königreich auf 3,5 % gegenüber 2,6 % im März und dürfte bis Quartalsende 3,7 % erreichen. Für 2026 wird ein Rückgang auf 2,3 % und bis 2027 auf 1,9 % prognostiziert. Händler sollten GBP-Paare wie GBP/USD und EUR/GBP, britische Staatsanleihen und die britischen Aktienindizes FTSE 100 und FTSE 250 im Blick behalten. Sektoren, die empfindlich auf Inflation reagieren – wie Konsumgüter und Energie – könnten besonders betroffen sein.
Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed):
Der Leitzins der USA liegt derzeit bei 4,50 % und soll bis Quartalsende unverändert bleiben. Für 2026 wird eine Senkung auf 3,50 % und für 2027 auf 3,25 % erwartet. Händler sollten USD-Paare wie USD/EUR und USD/JPY sowie US-Staatsanleihen und US-Aktienindizes wie den S&P 500 und den Nasdaq beobachten.
- Juni 2025
Zinsentscheidung der Bank of England:
Der Leitzins des Vereinigten Königreichs liegt derzeit bei 4,25 % und dürfte bis zum Quartalsende stabil bleiben. Für 2026 wird ein Rückgang auf 3,00 % erwartet. Händler sollten GBP-Paare wie GBP/USD und EUR/GBP, britische Staatsanleihen und britische Aktienindizes wie den FTSE 100 auf mögliche Auswirkungen durch diese Zinserwartungen prüfen.
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